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Saisonale Allergien
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| Was sind saisonale Allergien? |
Papiertaschentücher,
Kopfschmerzen und Atemnot sind für immer mehr
Bundesbürger der Einstieg in den Frühling. Die
Ursache sind staubförmige Teilchen, die von Pflanzen
und Pilzen in der freien Natur an die Luft abgegeben
werden und sich darin schwebend verteilen. Sie
führen zu krankmachenden
Überempfindlichkeitsreaktionen, indem sie von uns
eingeatmet werden oder auf die Augenbindehaut
gelangen. Dies trifft z.B. für Pollen oder
Blütenstaub vieler Pflanzen und einige Sporen von
Schimmelpilzen zu. |
| Was weiß man eigentlich über saisonale Allergien? |
Beginnen wir mit den Pollen. Wie die Samen bei Mensch und Tier sind sie die Befruchtungszellen der Pflanzen. Irgendwie müssen sie zu den weiblichen Blüten gelangen. Bei vielen Pflanzen sind dabei Insekten wie Bienen und Schmetterlinge behilflich. |
Eine einzige Roggenähre setzt über vier Millionen Pollenkörner frei, ein Birkenkätzchen fast 6 Millionen! |
Pollen von insektenbestäubten Pflanzen sind ziemlich
schwer und außerdem klebrig. Sie sind für eine
Verbreitung durch den Wind nicht geeignet. Da sie
sehr gut an den Beinen von Bienen und Schmetterlingen
haften, übertragen diese Insekten Blütenstaub,
indem sie von Blüte zu Blüte fliegen. Alles, was
üppige Blüten treibt, wie z.B. Tulpen,
Vergißmeinnicht, Flieder und Jasmin, gibt deshalb -
außer bei Gärtnern - selten Anlaß zu Allergien.
Wer seine Nase da nicht hineinsteckt, dem bleiben
unerfreuliche Beschwerden erspart! Die
größte Belastung für Allergiker geht also von den
'fliegenden' Allergenen aus. Das beginnt im Frühjahr
mit Hasel und Erle. Im April und Mai sind es vor
allem Birke, Eiche und Buche, die die Atemluft mit
Pollen füllen. Pollen von Roggen und anderen
Getreiden sowie der meisten Süßgräser auf Wiesen
und Weiden beginnen um Juni zu fliegen. |
| Was ist zu tun, wenn Verdacht auf eine Pollenallergie besteht? |
Gottlob reagieren Pollenallergiker nicht auf jede Pollenart mit Beschwerden. Um herauszufinden, welche Pollenart die Beschwerden auslöst, werden Sie als Betroffener einen erfahrenen Allergologen aufsuchen. Dieser Arzt wird Sie eingehend untersuchen und einen vorbereiteten Fragebogen zur Krankheitsvorgeschichte ausfüllen lassen. Danach müssen einige Tests durchgeführt werden, um die krankmachenden Allergene nachzuweisen. |
| Der Arzt führt eine umfangreiche Diagnostik durch |
Beim Hauttest wird eine geringe Menge des in Frage kommenden Allergens auf die Hautoberfläche des Patienten gerieben (Reibtest) oder durch kleine Stiche mit einer speziellen Nadel in die Haut gebracht (Pricktest). Wenn gegen das verwendete Allergen eine Allergie besteht, erscheint nach kurzer Zeit an der Teststelle eine Blase (Quaddel), die von einer Rötung umgeben ist. Sie ist meist mit Juckreiz verbunden. Beim Provokationstest wird eine kleine Menge des verdächtigen Allergens unmittelbar an die Stelle gebracht, wo sich die Krankheit zeigt. Bei Patienten mit einem Fließschnupfen z.B. wird es auf die Nasenschleimhaut geträufelt oder gesprüht. Wenn danach die erwartete Reaktion eintritt, kann der Arzt sicher sein, daß er das krankmachenden Allergen gefunden hat. Manchmal
können die beiden obengenannten Tests nicht
durchgeführt werden, oder ihre Ergebnisse
sind widersprüchlich. In solchen Fällen
wird zusätzlich ein Labortest durchgeführt.
Dazu wird dem Patienten Blut abgenommen. Im
Labor wird untersucht, ob das Blut
Antikörper enthält, die das Immunsystem
gegen die krankmachenden Allergene gebildet
hat. |
| Die spezifische Immuntherapie kann Ihre Beschwerden vollständig heilen! |
Anhand dieser Tests
und Ihrer Krankheitsvorgeschichte bespricht Ihr Arzt
mit Ihnen, ob eine spezifische Immuntherapie
(früher=Hyposensibilisierung) eingeleitet wird.
Dies bedeutet, daß Ihr Arzt Ihnen in regelmäßigen
Abständen eine Allergenlösung injiziert, so daß
Sie gegen die Stoffe, die bei Ihnen die Allergie
auslösen, unempfindlich werden. Für Kinder oder
sehr empfindliche Patienten gibt es eine
Tropfenlösung zum Einnehmen. Diese Therapie kann
Ihre Beschwerden vollständig beseitigen oder
zumindest erheblich lindern! |
| Was können Sie als Pollenallergiker tun, um die Therapie zu unterstützen? |
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